Kulturzentrum
Wiki
2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012
Hoffnung für das Kuze
Studentenwerk will das Studentische Kulturzentrum in der Innenstadt kaufen
Gestern veröffentlichte das Studentenwerk den Beschluss des Verwaltungsrates, das Kuze zu übernehmen. Einstimmige Euphorie machte sich breit. „Wir freuen uns außerordentlich über diesen Beschluss“, sagt Benjamin Mosebach vom Studierendenausschuss (Asta). Sabine Finzelberg spricht als Geschäftsführerin des Kulturzentrums von „durchweg guten Erfahrungen“ mit dem Studentenwerk, das die kulturelle Einrichtung seit ihrer Gründung unterstützte. Mit dem Kauf des Häuserkomplexes will das Studentenwerk den Erhalt des Kuze sichern. Sprecherin Gudrun Wewetzer ist erfreut über den mehrheitlichen Beschluss, denn „dieses soziokulturelle Zentrum ist etwas ganz Besonderes für Studenten.“ Der Eigentümer der Immobilie in der Hermann-Elflein-Straße hat laut Studentenwerk mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen. Durch die drohende Zwangsvollstreckung wäre der Erhalt des Kuze in den angestammten Räumen nicht gesichert, heißt es...
Zum vollständigen Artikel aus der MAZ vom 23.02.2012
Studentenwerk will KuZe kaufen
Das Potsdamer Kulturzentrum soll für studentische Zwecke erhalten werden. Das Studentenwerk will dazu nun das KuZe erwerben.
Das Studentenwerk Potsdam beabsichtigt das studentische Kulturzentrum zu kaufen. Wie die Geschäftsführerin des Potsdamer Studentenwerks Karin Bänsch den PNN bestätigte, ist in der Verwaltungsratssitzung des Studentenwerk Potsdams die Kaufabsicht des Studentischen Kulturzentrums (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße beschlossen worden. Ziel sei es, das KuZe für studentische Zwecke zu erhalten. Nachdem das Kulturzentrum zum Verkauf stand, waren die Studierenden an das Studentenwerk herangetreten. Wie Bänsch sagte, soll am Charakter des Kuze nach dem Kauf nichts verändert werden. Der Kauf bedürfe noch der Zustimmung durch das Wissenschaftsministerium. Der Preis sei noch nicht endgültig ausgehandelt.
„Durch das neue Engagement werden studentische Freiräume in Potsdam gesichert“, sagte Benjamin Mosebach, Kulturreferent des Studierendenausschuss AStA der Uni Potsdam. Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten mit dem bisherigen Eigentümer...
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 23.02.2012
P R E S S E M I T T E I L U N G
des Allgemeinen Studierendenausschusses der Universität Potsdam
und des Vereins zum Erhalt des Studentischen Kulturzentrums in den Elfleinhöfen[ekze] e.V
Studentenwerk möchte Kulturzentrum kaufen - AStA und ekze e.V. freuen sich über so viel Engagement für die Studierendenschaft
Auf der letzten Verwaltungsratssitzung des Studentenwerk Potsdams wurde die Kaufabsicht des Studentischen Kulturzentrums (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße beschlossen. “Wir freuen uns außerordentlich über diesen Beschluss”, sagt Benjamin Mosebach, AStA-Kulturreferent. “Durch das neue Engagement werden studentische Freiräume in Potsdam gesichert.”
Das Studentenwerk war von Beginn an ein verlässlicher und großzügiger Partner für das Kulturzentrum. Der AStA ist sich sicher, dass dem Kulturzentrum durch den Eigentümerwechsel eine bessere Zukunft bevorsteht. “Endlich haben die ewigen Auseinandersetzungen mit dem alten Eigentümer ein Ende. Das Studentenwerk ist für uns klar der bessere Unterstützer für dieses Projekt”, so Sabine Finzelberg, Geschäftsführerin des Kulturzentrums. “Wir haben mit dem Studentenwerk durchweg gute Erfahrungen gesammelt und sind dort stets auf offene Ohren gestoßen. Dies wird in Zukunft hoffentlich so bleiben.”
Die Absicherung und der Ausbau des Studentischen Kulturzentrums ist stetes Anliegen aller Beteiligten. “Mit dem Studentenwerk haben wir endlich einen Eigentümer gefunden, der diese Ziele tatkräftig unterstützen möchte. Deshalb können wir uns jetzt voll und ganz auf den Ausbau des Kulturangebots konzentrieren. Das Engagement des Studentenwerkes zeigt auch, dass das Kulturzentrum tatsächlich eine Einrichtung für alle Studierenden ist. Wir laden alle Studierenden Potsdams ein uns zu besuchen und mitzumachen”, freut sich Christian Budach, Vorsitzender des ekze e.V.
Einzige noch zu nehmende Hürde ist die Zustimmung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK), welches die Investitionen des Studentenwerkes genehmigen muss. “Wir hoffen inständig auf die Zustimmung des MWFK. Das Kulturzentrum hat in den mehr als sechs Jahren seines Bestehens diese Stadt bereichert und war Ausgangs- und Anziehungspunkt für internationale Kulturarbeit”, betont Jens Gruschka. AStA-Referent Steffen Brumme unterstreicht: “Das Ministerium sollte im Interesse der Studierendenschaft, des Studentenwerkes und der Kulturlandschaft Potsdams eine entsprechende Entscheidung treffen.”
Studenten unterstützen Soziokultur
"Der geplante Ausbau der studentischen Kulturförderung an der Uni Potsdam ist auf Rückhalt unter Studierenden gestoßen. Nach Informationen des Studierendenausschusses AStA hat das Studierendenparlament am Dienstag den vom AStA eingebrachten Haushaltsentwurf ohne Änderungen mit einer breiten Mehrheit angenommen. Hauptaugenmerk wird hier auf das Studentische Kulturzentrum (KuZe) sowie das neu entstandene Projekt freiLand gelegt."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 28.10.2011
Schwerpunkt studentische Kultur
"Der im Sommer neu gewählte Studierendenausschuss der Universität Potsdam (AStA) will einen Schwerpunkt auf studentische Kulturförderung legen. In dem für die nächste Sitzung des Studierendenparlaments vorgeschlagenen Haushaltsentwurf, sollen das studentische Kulturzentrum (KuZe) und der Kulturstandort „freiLand“ besonders bedacht werden, heißt es vom AStA. „Das studentische Kulturzentrum ist und bleibt das zentrale Projekt der Studierendenschaft“, so AStA-Referent Steffen Brumme. Daran werde nicht gerüttelt. Auch wollen die Studierenden dabei helfen, „freiLand“ den Start zu erleichtern, zumal die Studierenden den Kulturstandort selbst nutzen würden."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 21.10.2011
Im Theater der Sprachen
"Sika Rautenberg bietet im „Kuze“ Kurse an
Staub glitzert in den letzten Sonnenstrahlen. Auch sein Geruch hängt in der Luft. In einem kleinen Hinterhof, der fast zu malerisch scheint, stehen ein paar Stühle. An den Wänden rankt sich Efeu seinen Weg nach oben. Ein paar nackte Betonstufen führen hinauf zu einer dunklen Tür. Dahinter liegt ein Raum, der gefüllt werden soll, nicht mit Möbeln, sondern mit Sprache.
Schon in einer Sprache gibt es viele Möglichkeiten, sich auszudrücken und kreativ zu sein. Drei Sprachen aber bieten eine noch größere Vielfalt. Das „Theater der Sprachen“ will genau das bieten. Seit Anfang September finden an zwei Tagen in der Woche Proben im „Kuze“, dem Studentischen Kulturzentrum in der Hermann-Elflein-Straße 10, statt, montags in Englisch und mittwochs in Spanisch. Eine in Französisch soll noch folgen. „Ich möchte einen Raum schaffen, der jedem die Möglichkeit gibt, sich frei zu entfalten. Wo niemand Angst haben muss. Einfach einen Raum zum Sprechen“, sagt Sika Rautenberg, Initiatorin und Leiterin des Projektes. Egal welchen Alters, ob Sprachenanfänger, Fortgeschrittener oder Muttersprachler, eingeladen zum Mitmachen ist jeder. Nur gewisse Vorkenntnis der jeweiligen Sprache sollte vorhanden sein. Durch das Sprechen in der Gruppe sollen die Teilnehmer gemeinsam ihre Sprachfähigkeiten verbessern. Deswegen darf auch kein Deutsch gesprochen werden. Der spielerische Aspekt des Theaters soll dabei helfen, den sprachlichen Umgang miteinander zu erleichtern."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 15.09.2011
Die Watsche
"Volker Oelschläger über eine Stadt, die einfache Umgangsformen vergessen hat
wer annimmt, die Arbeit der Transparenzkommission habe sich mit dem Ende der staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Ex-Stadtwerkechef Peter Paffhausen erübrigt, der irrt. Worum es dem Gremium gehen müsste, illustrieren zwei aktuelle Fälle. [...] Zweiter Fall ist das studentische Kulturzentrum Kuze, das in der jetzt bekannten Gemengelage das Zeug zur Affäre um eine Immobilie plus Subventionen hat. In beiden Fällen wäre ein wenig Transparenz, ein wenig Überschaubarkeit, Nachvollziehbarkeit, Erklärbarkeit sicher auch für die Stadt selbst ganz hilfreich. Egal ob Irrtum oder Absicht, die Ziele der Transparenzkommission erschließen sich dem Normalverbraucher nicht auf den ersten Blick. Einfacher könnte man sagen: Die Stadt bemüht sich um die Einführung von Anstandsregeln. Ein Baudezernent, der abduckt, wenn seine Behauptungen für den Gegenüber nachprüfbar werden, passt nicht in dieses Raster."
Zum vollständigen Artikel aus der MAZ vom 12.09.2011
Klipp in Erklärungsnot
"Studentisches Kulturzentrum im Grundbuch gegen Vertragstext als „Wohnungsrecht“ gesichert
In den Gesprächen zur langfristigen Sicherung des studentischen Kulturzentrums Kuze in der Hermann-Elflein-Straße 10 gerät Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) in Erklärungsnot. Wie berichtet, soll der Betrieb des Kulturzentrums durch eine Änderung des Bebauungsplans langfristig gesichert werden. Offene Fragen betreffen zunächst ein ungewöhnliches Entgegenkommen der Stadt gegenüber dem privaten Eigentümer des mit fast einer Million Euro geförderten Baugrundstücks im Sanierungsgebiet. So bestätigte Klipp auf MAZ-Nachfrage, dass die mit den Vertragsverhandlungen bekannt gegebene erstrangige Sicherung der öffentlichen Förderung im Grundbuch durch den Investor nicht erfolgt ist. Auch hatte sich der Eigentümer in dem 2004 abgeschlossenen Instandsetzungs- und Modernisierungsvertrag mit der Stadt verpflichtet, im Grundbuch per Grunddienstbarkeit eine „Teilnutzung als studentisches Kulturzentrum“ für die Hermann-Elflein-Straße 10 festzuschreiben. Stattdessen jedoch wurde dort laut Klipp ein „Wohnungsrecht“ gesichert. Klipp verteidigte diesen unter seiner Vorgängerin Elke von Kuick-Frenz (SPD) erfolgten Vorgang allerdings zunächst und verweigerte Auskünfte auf Nachfragen, nachdem die MAZ im Zuge einer Kontrollrecherche Einblick in von ihm zitierte Vertragsunterlagen nehmen konnte. Als Begründung ließ er ausrichten, dass „eine weiterführende Darstellung von Vertragsinhalten und grundbuchrelevanten Tatsachen keinen weiteren Erkenntnisgewinn für die Öffentlichkeit“ erzeuge."
Zum vollständigen Artikel aus der MAZ vom 12.09.2011
KUZE: „Kein weiterer Erkenntnisgewinn“
"Wie man Investoren entgegenkommt
Der Stadt droht mit dem studentischen Kulturzentrum Kuze, Hermann-Elflein-Straße 10, ein selbst verschuldeter Scherbenhaufen. Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) ließ auf Nachfrage bestätigen, dass wesentliche mit der Förderung vereinbarte Sicherungen nicht vollzogen wurden. Zwar fallen die Ereignisse aus den Jahren 2003 und 2004 in die Zeit seiner Vorgängerin Elke von Kuick-Frenz (SPD), doch ist Klipp offenbar bemüht, Kritik nicht aufkommen zu lassen.
Wie berichtet, hat er einen Stadtverordnetenbeschluss erwirkt, nach dem der Bebauungsplan zur Sicherung des studentischen Kulturzentrums mit einer Festschreibung der Nutzung geändert wird. Das Kulturzentrum ist auf Basis eines im Juli 2004 zwischen Stadt und Grundstückseigentümer abgeschlossenen Fördervertrages in privat-öffentlicher Partnerschaft errichtet worden. Die Stadt übernahm damit die Verantwortung über rund 940 000 Euro Förderung."
Zum vollständigen Artikel aus der MAZ vom 12.09.2011
Stadt hilft dem Kuze
"Ein neuer Bebauungsplan soll das Kuze sichern
Innenstadt - Aufatmen im Kuze: Ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom vergangenen Mittwoch soll die kulturelle Nutzung des Grundstücks festschreiben. Dazu wird nun der Bebauungsplan entsprechend geändert. „Wir begrüßen die zügige Entscheidung. Das sichert das Studentische Kulturzentrum gegen Risiken, etwa durch ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines insolvenzbedingten Eigentümerwechsels“, sagte Sabine Finzelberg, Geschäftsführerin des Kuze. Vorausgegangen waren Gerüchte über eine möglicherweise bevorstehende Insolvenz der privaten Eigentümergesellschaft, deren Räume das Kuze nutzt. Wie der Baubeigeordnete Matthias Klipp den Stadtverordneten sagte, sei die Änderung eine Möglichkeit, auch bei einer Möglichen Insolenz des Eigentümers eine kulturelle Nutzung zu sichern."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 06.09.2011
Kuze in Turbulenzen
"Sechs Jahre nach seiner Eröffnung befindet sich das studentische Kulturzentrum Kuze in der Hermann-Elflein-Straße 10 in Turbulenzen. Errichtet wurde es von der Studierendenvertretung der Universität Potsdam und einer Grundstückeigentümergesellschaft mit Unterstützung von Stadt und Land in einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Die von einem namhaften Berliner Immobilienexperten vertretene Eigentümergesellschaft steht, so Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) am Mittwochabend vor den Stadtverordneten, „kurz vor der Insolvenz“. Er begründete damit eine Beschlussvorlage zur Änderung des Bebauungsplans für das Kuze in einem beschleunigten Verfahren, die ohne weitere Debatte bestätigt wurde."
Zum vollständigen Artikel aus der MAZ vom 02.09.2011
Zusatzsicherung für das „Kuze“
"Änderungsvorlage zum Bebauungsplan
POTSDAM / INNENSTADT - Sechs Jahre nach seiner Eröffnung soll das studentische Kulturzentrum „Kuze“ in der Hermann-Elflein-Straße 10 über eine Änderung des Bebauungsplans „dauerhaft für kulturelle und soziale Zwecke gesichert werden“. Die Beschlussvorlage zur Einleitung eines beschleunigten Änderungsverfahrens steht für kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung der Stadtverordneten.
Gegenstand des Beschlusses ist ein Block 12 im Sanierungsgebiet mit den Grundstücken Gutenbergstraße 1–6 und Hermann-Elflein-Straße 8–10, der als „besonderes Wohngebiet“ ausgewiesen ist. Das heißt allgemein, dass neben dem Wohnen auch andere, damit verträgliche Nutzungen möglich sind. Mit der Änderung des Bebauungsplans sollen die Vorgaben für die Wohn-, ebenso wie für die kulturell genutzten Grundstücke präzisiert werden. So soll laut Beschlussvorlage für die Häuserzeile zur Gutenbergstraße ein „Mindestwohnanteil“ festgelegt werden."
Zum vollständigen Artikel aus der MAZ vom 25.08.2011
Kritik am Kuze nach „Piraten“- Rausschmiss
"Die Empörung war auf beiden Seiten groß: Mitglieder des Potsdamer Kreisverbandes und der Hochschulgruppe der „Piraten“ sind Anfang Juli in der Kneipe des studentischen Kulturzentrums Kuze in der Hermann-Elflein-Straße des Hauses verwiesen worden. Sie hatten sich dort – wie schon einige Male vorher – zum Stammtisch getroffen. Das Problem: Durch einen PNN-Artikel war der Termin diesmal öffentlich geworden – und damit in den Augen der Kuze-Betreiber zur Parteiveranstaltung. Die aber will das basisdemokratisch verfasste Nutzerinnenplenum des Hauses nicht zulassen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 29.07.2011
Jugendkultur-Schauplatz
"Auch in diesem Jahr werden von der Stadtverwaltung wieder speziell kulturelle Jugendprojekte gefördert. Die erste bewilligte Veranstaltung heißt „Schauplatz Kulturarbeit“, wird mit 1000 Euro unterstützt und findet am Samstag ab 14 Uhr im KuZe in der Hermann-Elflein-Straße statt."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 19.05.2011
Schauplatz Kulturarbeit
"Einblicke in die Arbeit des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam gibt es am kommenden Samstag, dem 21. Mai, im KuZe, in der Hermann-Elflein-Straße 10 beim „Schauplatz Kulturarbeit“. Als kultureller Marktplatz angelegt ist ab 14 Uhr eine interaktive Ausstellung mit ausgewählten Projekten der Kulturarbeit zu sehen..."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 18.05.2011
Wenn man Nationalspielerin ist, lacht keiner mehr
Ein Interview mit Anja Mittag und Lilly Andres in der KuZe-Kneipe
"Auf den Zuschauerrängen sind nur die Zigarettenkippen angespannter Fans vom letzten Meisterschaftsspiel zu finden. Keine großartige Atmosphäre im Karl-Liebknecht-Stadion. Keine Gesänge, keine Anfeuerungsrufe. Und doch lassen die Bauarbeiter, die der Babelsberger Arena gerade einen neuen Anstrich verpassen, für einen Moment ihre Geräte links liegen, als zwei Frauen das Spielfeld betreten. Die eine, Lilly Andres, Weltmeisterin im Tischfußball. Die andere, Anja Mittag, Weltmeisterin mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und Stürmerin bei Meister Turbine Potsdam. Zwei Frauen, erfolgreich in klassischen Männerdomänen – wie geht das, haben wir uns gefragt und die beiden zum Gespräch gebeten.
Morgenpost Online: Wann haben Sie zum letzten Mal einen richtig blöden Spruch von einem Mann bekommen, für das, was Sie machen?
Lilly Andres: Das kommt immer wieder vor. Einmal hat ein Mann zu mir gesagt: „Für’n Mädchen bist du nicht schlecht.“ Da hab ich dann gesagt: „Für’n Jungen bist du ziemlich schlecht.“
Anja Mittag: Ich höre so was kaum noch.
Andres: Wenn man mal Nationalspielerin ist, lacht auch keiner mehr.
Morgenpost Online: Und früher?
Mittag: Na ja, wenn man mal gegen Jungs gespielt hat, dann hieß es: „Iiieh, guck mal, ’n Mädchen. Später hieß es dann: „Oh, die kann ja doch was!“
Morgenpost Online: Wie hat das bei Ihnen angefangen mit dem Fußball?
Mittag: Bei mir war es so: Immer, wenn jemand gefehlt hat, konnte ich einspringen. Wir haben auf dem Hof gespielt, die Tore mit Wäschestangen abgesteckt, aber es gab auch noch andere Plätze. Fußball hat mir einfach Spaß gemacht. Und dann habe ich im Verein angefangen. Da waren nur Jungs und ich. Im Alter von zehn Jahren macht das einem noch nichts aus. Ich war im Sturm und im Mittelfeld.
Andres: Als kleines Mädchen habe ich ein bisschen Fußball gespielt, mit vier, fünf Jungs aus der Nachbarschaft in unserem Garten. Da habe ich aber immer nur im Tor gestanden.
Morgenpost Online: Der Schlechteste muss ins Tor?
Andres: Nein, ich habe mich im Tor wohlsten gefühlt, weil ich da nicht viel mit dem Ball machen musste. Später habe ich zehn Jahre lang Hockey gespielt. Dann löste sich mein Verein auf und ich wollte was Neues ausprobieren. Da war auch Fußball dabei. Es wäre schon was für mich gewesen, ich mag Mannschaftssport sehr gern, allerdings fiel mir die Ballkontrolle schwer. Schließlich habe ich ja jahrelang im Hockey alles mit den Händen gemacht. Die Füße musste man, wenn möglich, aus dem Weg nehmen, weil man den Ball nicht mit den Füßen berühren darf. Wann hast du angefangen mit Fußball?
Mittag: Mit sechs.
Morgenpost Online: Wie sieht Ihr Trainingsalltag heute aus?
Mittag: Nachmittags üben wir Passspiel und Torschuss, viele spielerische Sachen, am Morgen Krafttraining und Sprint.
Morgenpost Online: Spielen Frauen anders Fußball als Männer?
Mittag: Generell ist der Frauenfußball langsamer. Uns fehlt es an der Schusskraft, an der Schnelligkeit. Das ist uns von der Natur nicht gegeben. Technisch können wir aber genauso reizvollen Fußball zeigen wie die Männer.
Morgenpost Online: Sind Sie eine Trickserin?
Mittag: Das eins gegen eins mag ich nicht so sehr.
Morgenpost Online: Und bei Ihnen, Frau Andres: Sie spielen über Bande?
Andres: Das sind keine Tricks. Das ist eine ganz normale Schusstechnik, die 80 Prozent der Tischfußballer einsetzen. Es gibt Tricks beim Tischfußball, die einfach nur zur Show sind. Galerieschüsse, die man aber im richtigen Spiel niemals machen würde. Da braucht es aber viel Fingerfertigkeit und viel Übung. Mit so was beschäftige ich mich halt nicht.
Morgenpost Online: Sie sind also keine Schönspielerin?
Andres: Man sagt mir nach, dass ich immer noch zu viel von einer Schönspielerin in mir habe. Beim Tischfußball muss man aber gerade im Einzel schmutzig spielen, um zu gewinnen.
Morgenpost Online: Wie spielt man denn schmutzig?
Andres: Das ist schwer zu erklären. In dem Moment, wo ich einen sauberen Pass nach vorne spiele und dort einen sauberen Schuss mache, das wäre ein schönes Spiel. Beim Einzel geht es aber auch darum, wenn der Gegner noch nicht hinten an den Stangen ist, einfach mal draufzuhauen und das einfache Tor mitzunehmen. Das fällt dann unter schmutzig.
Morgenpost Online: Können Sie mit den Begriffen schön und schmutzig was anfangen?
Mittag: Das ist nicht so geläufig bei uns. Schmutzig ist ja schon einer, der kämpferisch stark ist und aggressiver in die Zweikämpfe geht.
Morgenpost Online: Wird bei den Frauen weniger gefoult?
Mittag: Ich denke schon. Es gibt auch bei uns weniger Schwalben, und dieses Theatralische. Es ist ein bisschen gesitteter. Es gibt aber auch unangenehme Gegenspielerinnen, die einem mal einen mitgeben.
Morgenpost Online: Fallen da auch deftige Ausdrücke wie bei den Männern?
Mittag: Ich weiß ja nicht, welche Sprüche bei den Männern fallen.
Morgenpost Online: Sind auf einem deutschen Frauenfußballplatz schon jemals Wörter wie blöde Kuh gefallen?
Mittag: Bestimmt.
Morgenpost Online: Dumme Ziege?
Mittag: Kann sein.
Wir wechseln in ein Lokal im Studentischen Kulturzentrum in der Potsdamer Innenstadt.
Morgenpost Online: Willkommen in der Kneipe, liebe Damen, dahinten in der Ecke steht der Kickertisch. Ist ja ein relativ klassischer Ort für so einen Apparat, müsste jetzt nur noch ein bisschen verraucht sein…
Andres: Nun mal langsam. Wir haben in Berlin ein richtiges Trainingszentrum mit zehn Tischen, da ist es rauchfrei, alkoholfrei, alles. Da ist nichts mehr mit Hinterzimmer oder so.
Morgenpost Online: Spielen Sie denn Tischfußball, Frau Mittag?
Mittag: Ja, ab und zu bei Feiern. Nicht wirklich.
Morgenpost Online: Kann man beim Tischfußball eigentlich foulen?
Andres: Aber sicher. Es geht oft genug rabiat zu. Da wird mit den Stangen so hart gegen den Tisch gehauen, bis er wackelt.
Morgenpost Online: Tritt man sich auch mal unter dem Tisch?
Andres: Nee, so weit geht’s dann nicht. Das sind eher technische Dinge. Kurbeln ist übrigens wirklich verboten, nicht nur verpönt.
Morgenpost Online: Wie viel ist beim Tischfußball Psychologie? Man steht ja dem Gegner direkt gegenüber. Beim Tennis oder beim Boxen heißt es, dass ganze Spiele und Kämpfe schon in der Kabine verloren wurden.
Andres: Klar ist das wichtig. Einmal im Spiel, wenn ich beispielsweise das Tempo wechsele, um den Gegner zu verwirren. Oder man versucht es mit Worten. Wenn ich weiß, dass der Gegner beim Matchball eher nervenschwach ist, lässt man schon mal ein „Das ist jetzt aber wirklich wichtig“ los. Das setzt die andere Seite zusätzlich unter Druck. Allgemein geht es am Tisch natürlich immer darum, wie man sich präsentiert. Man muss immer zeigen: Ich bin groß, ich bin stark.
Morgenpost Online: Stichwort Druck: Spätestens seit Oliver Kahn ist das ja ein Fußball-Modewort. Spüren Sie Druck, Frau Mittag?
Mittag: Ja klar. In erster Linie man macht ihn sich selbst. Man will eben unbedingt gewinnen oder ein Tor schießen.
Morgenpost Online: Was machen Sie, wenn Sie verlieren? Treten Sie dann wie einst Jürgen Klinsmann in eine Tonne?
Mittag (lacht): Nein, man ärgert sich, aber dann redet man drüber, analysiert. Vielleicht können Frauen das besser als Männer. Obwohl die Kabine nach einer Niederlage ein sehr stiller Ort ist.
Andres: Es kommt drauf an, wie man verliert. War der Gegner besser, lässt sich das leichter akzeptieren, als wenn man einfach schlecht gespielt hat. Ich hab auch schon Phasen gehabt, wo ich gegen die Wand geschlagen habe, so sauer war ich. Es ist das emotionalste Spiel das ich kenne, also brüllt man den Frust mal raus.
Morgenpost Online: Was waren Ihre schönsten Tore?
Mittag: Ein Ligaspiel gegen Duisburg. Wir haben 2:0 zurückgelegen. Da habe ich kurz hinter der Mittellinie abgezogen, das war das 1:2. Dann habe ich auch noch zweite Tor geschossen zum Endstand 2:2.
Andres: Das erleichterndste Tor war 2009, als wir im Nationencup gegen die USA gespielt haben. Es war sehr eng, wir lagen 2:0 hinten. Wir hatten also zwei Einzel verloren, das dritte Einzel durften wir nicht mehr verlieren, sonst hätten wir keine Chance mehr gehabt. Ich habe mich zwar relativ wohl gefühlt, aber richtig gut war ich auch nicht. In solchen Spielen kommt immer wahnsinnig viel Druck hoch. Es hat ewig gedauert, wir haben eine und eine Dreiviertel Stunde gegeneinander gespielt. Schließlich stand es 7:7, der nächste Ball war der Entscheidende. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie er reingegangen ist. Es war bestimmt kein schönes Tor. Aber man kann sich nicht vorstellen, was dann los war. Ich bin einfach nur zusammengeklappt, war völlig am Ende meiner Kräfte. Der Trainer ist auf die Knie gefallen und hat gejubelt.
Morgenpost Online: Im Männerfußball gibt es ja ganz klassische Länderzuweisungen, die Brasilianer gelten als künstlerisch, es muss nach was aussehen, die Italiener schieben die ganze Zeit hinten rum und spielen Verteidigung, die Engländer spielen nach vorne, die Deutschen sind abwehrstark und kämpferisch. Gibt es so was bei den Frauen auch?
Mittag: Ja, aber nicht das Gleiche. Die Italiener zum Beispiel sind unangenehme Gegenspielerinnen, die kämpfen mit allen Mitteln. Die Skandinavier spielen sehr fair. Die USA sind sehr athletisch, sie sind einer der schwierigsten Gegner überhaupt, dann zehn Mal lieber gegen die Italiener. Nordkorea ist unberechenbar, man weiß auch nicht, was bei denen hinter den Türen abgeht. Die sind so von null auf hundert.
Andres: Bei uns haben andere Länder auch andere Tische. Und bei anderen Tischen spielt man oft auch andere Techniken. Das sind andere Spielfiguren, andere Spielfelder, andere Bälle. Aber es gibt auch Länder, die man lieber hat und welche, gegen die man nicht so gern spielt. Belgien zum Beispiel ist unangenehm, das sind alles, wir sagen, Kampfsäue. Die geben niemals auf, die sind wie Bullterrier, die beißen sich fest.
Morgenpost Online: Spielen denn Männer im Tischfußball im Schnitt besser als Frauen?
Andres: Schwer zu sagen. Es gibt nur ganz wenige Frauen, die ordentlich bei den Männern mitspielen. Die wenigsten reichen an das hohe Niveau heran. Der Anteil von Frauen beim Kickern liegt auch nur bei fünf Prozent.
Morgenpost Online: Es wird ja jetzt soviel über Frauen in Führungspositionen diskutiert, wird es eigentlich auch mal Frauen geben, die Männer trainieren?
Mittag: Im Nachwuchsbereich kann ich mir das schon vorstellen. Aber in der Ersten oder Zweiten Bundesliga glaube ich nicht. Da fehlt der Respekt. Auch wenn Frauen vielleicht das taktische Verständnis und die Intelligenz haben, eine Mannschaft zu leiten.
Andres: Im Tischfußball ist es auch unvorstellbar.
Morgenpost Online: Haben Sie eine Erklärung dafür, warum Männer in der Ersten und Zweiten Bundesliga einer Frau nicht zuhören würden?
Mittag: Würden Sie einer Frau zuhören?
Morgenpost Online: Ich habe schon viel unter Frauen gearbeitet.
Mittag: Ich denke, es ist eine Männerdomäne. Der Männerfußball hat eine lange Tradition, da hinken die Frauen noch hinterher. Da sagen die Männer, was soll die mir denn erzählen, die soll Wäsche waschen.
Morgenpost Online: Schlafen Sie eigentlich in Fußballbettwäsche?
Andres: Meine ist grün-blau und kommt von Ikea.
Mittag: Meine ist auch von Ikea.
Morgenpost Online: Frau Andres, können Sie Anja Mittag noch einen Tipp für die kommende Weltmeisterschaft geben?
Andres: Gewinnen.
Einfach wirken lassen
"Kunststudenten der Potsdamer Universität zeigen im studentische Kulturzentrum ihre Abschlussarbeiten
Wenn man sich die aktuelle Ausstellung „4+4“ im KuZe ansieht, entdeckt der aufmerksame Betrachter Glamouröses. Es glitzert und funkelt auf einigen Bildern. Der Künstler streute jedoch nicht rosa Glitter auf seine Gemälde, sondern verwendete eine Zutat, die sonst nur in der heimischen Küche Verwendung findet: Zucker.
Das studentische Kulturzentrum KuZe stellt momentan die Abschlussarbeiten der Potsdamer Studenten Jennifer Stephan, Katja Zschipke, Melanie Neumann und Jan Gasser aus."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 29.04.2011
Dressing Day – mehr Mode in Potsdam
"Die 25-jährige Jungdesignerin Nora Fritz will Kreativarbeit, keine Massenware
Innenstadt - Genäht, gestrickt, gebastelt, gebaut, geschraubt – alles ist erlaubt zur kreativen Modeschau am morgigen Samstag im Theatersaal des Studentischen Kulturzentrum Potsdams (KUZE) in der Hermann-Elflein-Straße 11. Die Idee zu einer etwas anderen Show auf dem Laufsteg hatte die 25-jährige Jungdesignerin Nora Fritz und initiierte den ersten „Dressing Day“."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 01.04.2011
Mehr als heiße Luft
"Das Trio „Föhn“ zeigt ab heute im KunstWerk zum ersten Mal seine Malerei, Grafik und Fotografie
Er wird zur Eröffnung mit im Rampenlicht stehen. Schließlich ist er der Namenspatron für die junge dreiköpfige Künstlercrew. Der monströse Föhn für Haustiere lag schon ausrangiert im Sperrmüll, als Sabine Finzelberg das eigentümliche Ding mit dem kanonenartigen Rohr aufstöberte, um es vielleicht als Kunstobjekt zu neuen Ehren zu führen. Doch kurz nach der Rettung leistete das hoch aufragende Unikum ganz in seinem ursprünglichen Sinne gute Dienste."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 18.03.2011
Fleischlust
"Kollektiv Untergewicht mit „Ein Fleischstück“ im KuZe
Fleisch ist Symbol, ist Nahrung, ist die als Filet servierte gebändigte Natur. Fleischessen ist die Einverleibung des Anderen, ist die Aneignung der sprachlosen Kraft des Tiers, ist das Hybridwerden individueller Grenzen. Im industriellen Schlachtbetrieb wird der Akt des Tötens ausgeblendet, zwischen den Menschen und das Töten werden Paragraphen geschoben, die Distanz schaffen sollen. Die saubere Geruchlosigkeit von Hygienevorschriften, der kühle Klang von detaillierten Schlachtverordnungen verschleiern den Duft von Blut und Exkrementen. Das Töten wird dem Blick entzogen und das in Plastik verpackte Fleisch, das den Schlachthof verlässt, verschafft auch in großer Masse keine Befriedigung. Das Berliner Theaterkollektiv Untergewicht sucht mit seiner Inszenierung „Ein Fleischstück“ die Momente, in denen das unbefriedigte Verlangen das labile Gebäude der Zivilisation sprengt, in denen das pulsierende Blut überkocht und der Mensch beginnt, nach etwas zu riechen. Der Ausbruch aus der eigenen Einsamkeit soll dabei zum Gewaltakt werden."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 17.02.2011
Wortakrobaten
„Potslam“ im KuZe heißt jetzt „Potshow“
Der Theatersaal des KuZe platzte am Mittwoch wieder aus allen Nähten. Insofern hatte sich nichts verändert. Denn die Poetry-Slam-Nächte, die dort regelmäßig veranstaltet werden, ziehen vor allem Schüler, Azubis und Studenten in solchen Scharen an, dass der etwa 60 Quadratmeter große Saal fast immer überfüllt ist, wenn die Berliner Slammer Marc-Uwe Kling und Sebastian Lehmann den Potsdam-Ableger ihrer zahlreichen Aktivitäten veranstalten. Bisher lief das so, dass sie eigene Texte zum Besten gaben und einen Wettbewerb meist zwischen einem halben Dutzend Slammern veranstalteten, dessen Sieger natürlich vom Publikum gekürt wurden."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 04.02.2011
Das Image des KuZe aufpolieren AStA: Ausschreibung für Veranstaltungsmanager
"Das studentische Kulturzentrum (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße soll künftig professioneller als bisher betrieben werden. Ab 1. März erhält der Komplex, zu dem eine doppelgeschossige Kneipe, Seminarräume und ein Veranstaltungssaal gehören, einen Veranstaltungsmanager. Eine Ausschreibung des Postens werde demnächst gestartet, sagte Roy Kreutzer vom Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) den PNN: „Wir wollen jemanden, der schon Berufserfahrung in dem Bereich hat.“ Die neue Stelle solle nicht in erster Linie im KuZe selbst, sondern im AStA-Büro am Campus am Neuen Palais angesiedelt sein. Geplant sei, dass sich Studenten bei dem neuen Angestellten melden, wenn sie im KuZe Seminare, Partys oder andere Veranstaltungen durchführen wollen. „Die neue Stelle ist dann für die grobe Koordinierung der Raumbelegung da, so Kreutzer. Im Zuge dessen sei auch eine „Verschiebung von Aufgaben“ innerhalb des KuZes notwendig – unter anderem bei der Geschäftsführung des Hauses."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 21.01.2011
Jeder zeigt, was er kann
"Ambitioniert und liebenswert chaotisch: UnARTich mit „Flaschengeist“ und „Trash Puzzle“ zum zweiten Mal im Kunstwerk
Ein frech-sympathisches Mädchengesicht ist das Erkennungszeichen. Es ist als Schwarz-Weiß-Druck auf den T-Shirts der zahlreichen Helferinnen zu sehen. Irina Maslennikowa, die Mitorganisatorin des zweiten unARTich-Events, das am Wochenende im Kunstwerk in der Hermann-Elflein-Straße stattfand, hat dieses einprägsame Comic-Gesicht in ihrer Ausbildung als gestaltungstechnische Assistentin ursprünglich als Linolschnitt entworfen. Jetzt trägt es die 24-Jährige selbst auf der Brust und wuselt ab dem frühen Nachmittag ständig zwischen den Galerieräumen, dem Theatersaal und der KuZe-Kneipe hin und her, um die zahlreichen Aktionen von unARTich sowohl zu koordinieren als auch anzukündigen.
Das tut sie mit viel Aufmerksamkeit, aber auch bewusst unkonventionell. Mitmachen kann bei unARTich eigentlich jeder, der ausstellen will und so finden sich in den drei Kunstwerk-Etagen jede Menge Bilder, Fotografien, Grafiken und Collagen, die sowohl von gestandenen Potsdamer Künstlern wie Gosha Nagashima-Soden, Julia Brömsel oder Sabine Raetsch stammen als auch eine Vielzahl unbekannter Namen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 21.12.2010
Frühaufsteher
"Alexis Gideon und Shelley Short im Kuze
Diese Zeit war selbst für einen Sonntag ungewöhnlich. Und es hätte nicht viel gefehlt und man hätte sich in Erklärungsnot ob des verpassten Konzerts gebracht. Denn nicht wie üblicherweise um 20 Uhr, sondern bereits 17.30 Uhr sollten Alexis Gideon aus den USA und Shelley Short aus Kanada im Studentischen Kulturzentrum Kuze spielen. Entsprechend machte sich da Skepsis breit, ob so das entsprechende Publikumsinteresse geweckt werden könnte."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 14.12.2010
INTEGRATION: Zum Schluss profitiert jeder davon
"Kinder aus Migrantenfamilien sind mit ihren Hausaufgaben gut aufgehoben – bei Studenten unterm Dach
POTSDAM / INNENSTADT - Wer die Stiege bis unters Dach erklommen hat, hat die erste Hürde genommen. Es ist Dienstag, kurz nach 16 Uhr. Lässig und freundschaftlich grüßen Rosia und Sahar in den Raum. Ali sitzt schon am Computer. Die hübschen, aufgeschlossenen Schwestern aus Afghanistan strahlen Ephraim Desisa an. „Kommt Mathe-Robin auch?“, fragt Sahar. „Ich denk schon“, antwortet Desisa. Die Mädchen breiten ihre Schulsachen auf dem langen Tisch aus. Nach kurzem Schwatz werden sie ernst. Sahar aus der 13. Klasse muss eine Werbestrategie für ein Produkt erarbeiten. Schwester Rosia (9. Klasse) will Mathe machen. Ali recherchiert im Internet zu Orkanen für einen Vortrag. Die Gliederung fällt ihm schwer. „Was sollst du machen?“, fragt Ephraim. „Keine Ahnung“, sagt Ali. Das klingt wie ein Signal und schon stecken der angehende Englisch- und Französisch-Lehrer und der Elftklässler aus dem Libanon auf einem Potsdamer Dachboden die Köpfe zusammen. „Zuhause alleine googeln ist was anderes. Wenn man eine persönliche Frage hat, kann man die hier gleich los werden“, sagt Ali. Und die deutschen Mitschüler? „Die sind schon ok, aber die können es nicht so gut erklären, nicht so weitergeben“, findet Ali. Er kommt seit zwei, drei Jahren. Die Stimmung sei gut und „wenn man was lernen will, muss man das hier machen“."
Zum vollständigen Artikel aus der MAZ vom 23.11.2010
Eine studiert jetzt Jura
Die Potsdamer Universitätszeitung "PORTAL" über die Nachhilfe im KuZe:
"Ephraim Desisa ist ein gefragter Mann: Während er noch dem zwölfjährigen Omed erklärt, was rationale Zahlen sind, rufen schon zwei andere Schützlinge nach seiner Hilfe. An drei Tagen in der Woche für jeweils zwei Stunden sind der angehende Lehrer und seine derzeit elf Mitstreiter für Kinder aus Migrantenfamilien da, helfen bei Hausaufgaben und bereiten sie auf Tests vor. Die Schüler und ihre Betreuer treffen sich im Studentischen Kulturzentrum KUZE. Den Kontakt zwischen Kindern und Studierenden vermittelt die Flüchtlingshilfe der Diakonie Potsdam. Die Schüler kommen überwiegend aus Afghanistan oder sind Kurden aus dem Libanon und der Türkei. Die Hausaufgabenhilfe ist sehr gefragt. Derzeit sind es rund 20 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 18 Jahren, die jede Woche in der Hermann-Elflein-Straße vorbeischauen."
Zum vollständigen Artikel aus der PORTAL vom November 2010
Dass die Bächlein nie versiegen...
"Offener Kunstverein und studentisches Kulturzentrum Kuze feierten gemeinsam Geburtstag
POTSDAM / INNENSTADT - Die große Toreinfahrt in der Hermann-Elflein-Straße 10 wirkte am Freitagabend wie der Trichter eines Tornados, der vor allem junge Menschen aus dem Passantenstrom in sein Inneres riss. Im Hinterhof dann erwies sich die von Fackeln erleuchtete Szenerie als weitaus weniger bedrohlich, denn jetzt erinnerte das Geschehen an das Treffen eines Geheimbundes, der sich durch wechselseitiges Umarmen zu erkennen gab. Diese unübersehbare Herzlichkeit hatte einen guten Grund, denn die abendlichen Besucher feierten den 20. Geburtstag des Offenen Kunstvereins und das fünfjährige Bestehen des studentischen Kulturzentrums Kuze gemeinsam. Das freudige Ereignis wurde mit dem ohrenbetäubenden Lärm der Samba-Trommler von „Sexta Feira“ auch akustisch verortet."
Zum vollständigen Artikel aus der MAZ vom 15.11.2010
Eigene Schritte ins Leben
"Der Offene Kunstverein und das studentische Kulturzentrum KuZe feierten gemeinsam Jubiläum in den Elfleinhöfen
„Die Geburtstagssause“ nannte das Studentische Kulturzentrum KuZe das gemeinsam mit dem Offenen Kunstverein gefeierte Jubiläum am Freitagabend in den „Elfleinhöfen“. Fackeln wiesen den Weg vorbei an der gemeinsam betriebenen Kneipe „exe“. Eine altbewährte Glitzer-Disko-Kugel warf ihr vielfach gebrochenes Licht in den steinalten Hinterhof, es roch nach gebranntem Holz. Allerlei Volk war zum Doppeljubiläum gekommen, junges, und altes.
Vor zwanzig Jahren, inmitten des Totalverfalls, begann hier der „Offene Kunstverein“ seinen alternativen Traum von unbegrenzter Freiheit und „Menschlichkeit“ zu träumen. Seit fünf Jahren kooperiert er mit dem KuZe unterm gemeinsamen Dach, welches sich selbst gern als „KunstWerk“ präsentiert. Die Gründergarde ist im Leben um zwanzig Punkte weitergerückt. Was bleibt da vom Ur-Impuls der „Subversion“, vom Freiraum Kunst, in den deutlich härter gewordenen Zeiten? Die Stadtverwaltung, treue Stütze der Elflein-Avantgarde, grüßte mit freundlichen Worten, das „Land“ hat sich längst verkrümelt, wird aber zurück erwartet. „Wir haben viel gemacht“, war in der obersten Etage zu hören, wo siebzehn große Fototafeln die Köpfe der Aktivisten und ihrer geistigen Kinder verewigt haben."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 15.11.2010
Offener Kulturstandort
"Das studentische Kulturzentrum (KuZe) begeht heute sein fünfjähriges Jubiläum
Zu seinem fünfjährigen Bestehen hat das studentische Kulturzentrum (KuZe) für diesen Freitag und Samstag zur Geburtstagsparty „Fünfundzwanzig“ eingeladen. Was kein Rechenfehler ist, sondern vielmehr Ausdruck der engen Kooperation mit dem Offenen Kunstverein „KunstWERK“ Potsdam, der gleichzeitig seinen 20. Geburtstag begeht. So werden die Gratulationen heute Abend (ab 18 Uhr) dann auch in den gemeinsam genutzten Räumen in der Hermann Elflein Straße 10 stattfinden. Das Doppeljubiläum war den Kulturschaffenden Anlass genug, gleich eine zweitägige Party auszurufen.
Die Geschichte des KuZe reicht weit zurück in die Potsdamer Nachwendezeit. Bereits Mitte der 90er Jahre war den Studierenden der Universität Potsdam klar geworden, dass die peripheren Standorte der Uni am Neuen Palais, Golm und Griebnitzsee ein lebendiges Studentenleben in Potsdams Innenstadt von vornherein nahezu ausschließen. Einzig die Fachhochschule hielt bislang ihren Standort am Alten Markt, doch auch der wird in den kommenden Jahren komplett auf den Campus Pappelallee umziehen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 12.11.2010
Eine Welt im Hinterhof
"Der Offene Kunstverein und das Kulturzentrum Kuze habe ihre Geburtstage zusammengelegt
POTSDAM / INNENSTADT - „Im Hinterhof“ ist der Titel einer Fotoausstellung, die heute im „Kunstwerk“ in der Hermann-Elflein-Straße eröffnet wird. Was profan klingt, entpuppt sich rasch als Demonstration purer Lebensfreude einer enormen Ansammlung von Menschen quer durch alle Generationen, die mit Kunst als Kompass wirklich weltweit Freunde fanden. Das „Kunstwerk“ mit seinen Ateliers, Bühnen und Ausstellungsräumen bewährte sich dabei allemal als Basisstation.
Das „Kunstwerk“ ist die älteste feste Adresse der freien Kulturszene in dieser Stadt. Die Geschichte beginnt im November 1989, als der Lindenpark noch ein staatliches Jugendkulturhaus und ans Waschhaus oder die Tanzfabrik überhaupt noch nicht zu denken war, mit der Eröffnung einer dreiteiligen Ausstellung „Gurken in Blaulicht“in der vergessenen Brauerei Kanitzberg. Die „Erste unabhängige Kunstfabrik“ sollte Jahre später vor allem mit ihrer Aktion „Kunst im Stadtraum“ für Aufsehen sorgen, mit der die Innenstadt für Tage und Wochen zu einer echten Kunstmeile wurde."
Zum vollständigen Artikel aus der MAZ vom 12.11.2010
KuZe und Kunstverein feiern gemeinsam 25 Jahre
Sie werden 25. Das Studentisches Kulturzentrum und der Offener Kunstverein. Ihre zusammengezählten „Lebensjahre“, 5 plus 20, sind Grund zum gemeinsamen Feiern: am morgigen Freitag ab 18 Uhr in der Hermann-Elflein-Straße 10. Zum Auftakt wird die Fotoausstellung „Auf dem Hinterhof“ eröffnet, umrahmt von Sambaklängen der Gruppe „Sexta Feira“ im KunstWERK. Danach, um 19.30 Uhr, gibt es Improtheater mit „Rorschach“ und Maskentheater mit der Gruppe „Nadi“.
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 11.11.2010
KuZe bereitet Fünf-Jahres-Feier vor
Die Verantwortlichen im studentischen Kulturzentrum (KuZe) bereiten die Feierlichkeiten für das Fünf-Jahres-Jubiläum des Hauskomplexes vor. Zusammen mit offenen Kunstverein, der seinen 20. Geburtstag feiert und mit dem sich das KuZe die sanierten Elfleinhöfe teilt, soll am 12. und 13. November eine abwechslungsreiche Party organisiert werden. Laut dem vorläufigen Programmablauf sind etwa ein „Open Stage“-Musikabend, Film- und Hörspielkunst sowie zwei Konzerte mit anschließender Disko geplant.
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 15.10.2010
Solaranlage für das „KuZe“ liegt auf Eis
Innenstadt - Die für das studentische Kulturzentrum „KuZe“ in der Hermann-Elflein-Straße geplante Solaranlage liegt auf Eis. Auf der Homepage des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) erklärte der zuständige AStA-Ökoreferent Simon Wohlfahrt gestern, er werde sich von dem Vorhaben zurückziehen. Als Grund nennt er unter anderem „technische Unklarheiten“ und „die nicht zu verachtenden Kosten für einen Überspannungsschutz“, die das Projekt „in wirtschaftlicher Hinsicht unsicher“ machten. „Der Aufwand, um eine vergleichbar kleine Fläche für Photovoltaik zu nutzen, könnte viel größer werden, als der Nutzen.“ Bislang seien lediglich 120 Euro für die „Vorbereitungen zu einem Statikgutachten“ in das Projekt geflossen, so Wohlfahrt. Auch könnten künftige Studierendenvertretungen aus den bisherigen Planungen „lernen und eventuell auf dessen Grundlage das Projekt wiederbeleben“, erklärte Wohlfahrt.
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 12.10.2010
Oft mangelt es an Selbstvertrauen
Junge Potsdamer haben mit Unterricht für Flüchtlingskinder den Landes-Integrationspreis gewonnen
Für Ephraim Desisa begann alles mit einem Praktikum. Der Lehramtsstudent brauchte ein außerschulisches Praxissemester, über einen E-Mail-Verteiler der Uni Potsdam stieß er auf die studentische Hausaufgabenhilfe im „KuZe“ in der Hermann-Elflein-Straße. Das war vor anderthalb Jahren, sein Praktikum ist längst vorbei. Nachhilfe für Flüchtlingskinder gibt er immer noch. Nun haben er und seine elf Kollegen den Integrationspreis des Landes Brandenburg gewonnen.
Der Preis, der mit insgesamt 5000 Euro dotiert ist, wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal vergeben. Ephraim und seine Mitstreiter setzten sich gegen 19 Mitbewerber durch. Dabei hatten sie sich gar nicht selbst um den Preis beworben, „das wäre einfach nicht unsere Art“, sagt Ephraim. Vorgeschlagen hatte sie ihre Ansprechpartnerin bei der Diakonie Potsdam, Uta Amme. Sie vermittelt die Kinder und Jugendlichen, die überwiegend aus dem Flüchtlingswohnheim in Potsdam kommen, bei Bedarf an die Hausaufgabenbetreuung.
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 30.09.2010
Potsdamer erhalten Preis für Integration
Potsdam/ Fürstenwalde - Der brandenburgische Integrationspreis ist in diesem Jahr nach Potsdam vergeben worden. Gewonnen hat ihn die „Studentische Initiative: Hausaufgaben- und Nachhilfe für Kinder aus Flüchtlingsfamilien“, teilte das brandenburgische Sozialministerium mit. Der Preis wurde gestern im Dom von Fürstenwalde verliehen.
Das Hausaufgabenhilfe-Projekt, das vornehmlich im studentischen Kulturzentrum (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße arbeitet, existiert nach Ministeriumsangaben seit fünf Jahren und wird von bis zu zwölf Studenten betreut. „Sie kümmern sich um etwa 20 Flüchtlingskinder und erleichtern ihnen mit umfangreichen Nachhilfe-Angeboten den Zugang zum deutschen Bildungssystem“, so das Ministerium. Gemeinsam mit anderen Sozialeinrichtungen in Potsdam würden die Studenten auch weitere Hilfen für den Alltag der Familien organisieren. „Die Studenteninitiative ist getragen von Menschen, denen das menschliche Miteinander und mitmenschliche Solidarität am Herzen liegen“, sagte Brandenburgs Sozialminister Günter Baaske (SPD) zur Preisverleihung. 3000 Euro erhalten die Studenten als Belohnung.
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 27.09.2010
Noch Fragen offen
"Auseinandersetzung um Honorar für ehemaligen KuZe-Chef
Der Streit um ein Honorar für den Ex-Chef des Studentenkulturzentrums geht weiter. Der ehemalige Chef des studentischen Kulturzentrums (KuZe) Sven Brödno soll für die Einarbeitung seiner Nachfolgerin Sabine Finzelberg 1500 Euro erhalten (PNN berichteten). Die Grün-Alternative Liste (GAL) hatte zu dem vom Studierendenausschuss (AStA) beschlossenen Vertrag und zur Höhe des Honorars Zweifel angemeldet.
Nun hat sich Jens Gruschka, bis vor kurzem KuZe-Referent beim AStA und Stadtverordneter für die Linke, in die Diskussion eingeschaltet. „Mit ihrer Kritik beweist die GAL erneut politische und menschliche Verantwortungslosigkeit“, schreibt Gruschka in einer Pressemitteilung. Der Vertrag für Brödno sei wichtig für die Arbeit der neuen KuZe-Chefin Sabine Finzelberg, da sie trotz ihrer „langjährigen ehrenamtlichen Arbeit“ nicht alle Aspekte der Verwaltung des Veranstaltungshauses in der Hermann-Elflein-Straße kennen könne. Mit dem Vertrag werde der „professionelle“ Weiterbetrieb des KuZe garantiert, so Jens Gruschka."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 03.09.2010
Ärger um Honorar
"1500 Euro für Einarbeitung der neuen KuZe-Chefin
Der Wechsel an der Spitze des studentischen Kulturzentrums (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße sorgt derzeit unter Studierenden für Ärger. Grund ist ein Ende Juli vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) beschlossener Werkvertrag über 1500 Euro für die Einarbeitung der neuen KuZe-Geschäftsführerin Sabine Finzelberg. Die Honorarsumme, sie entspricht etwa zwei Monatsgehältern für KuZe-Geschäftsführer, erhält Finzelbergs Vorgänger Sven Brödno.
Dagegen regt sich nun Protest. „Warum war hier eine Einarbeitung per Werkvertrag notwendig? Das ist so noch nie passiert“, sagte gestern Björn Ruberg, der mit der Grün-Alternativen Liste (GAL) im Studentenparlament (Stupa) in der Opposition sitzt. In der Vergangenheit hatte die Stupa-Opposition der linken AStA-Koalition, der auch Brödno und Finzelberg nahestehen, mehrfach Klientelpolitik vorgeworfen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 27.08.2010
Neue Chefin für das KuZe gefunden
"Sabine Finzelberg ist seit Donnerstag die neue Geschäftsführerin des studentischen Kulturzentrums KuZe in der Hermann-Elflein-Straße. Das teilte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Potsdam den PNN auf Anfrage mit. Die Lehramtsstudentin für Kunst- und Deutsch übernimmt den Posten von Sven Brödno, der die Stelle aus persönlichen Gründen verlässt."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 02.07.2010
KOLLEKTIVANALOG
"Neuigkeiten gibt es auch von einem weiteren unabhängigen Konzertveranstalter in Potsdam. Die Jungs vom „Kollektivanalog“ haben sich unter www.kollektivanalog.de eine neue Internetseite zugelegt. Das Team organisiert seit Jahren Konzerte, unter anderem im studentischen Kulturzentrum (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße. Die handgemachte Musik an solchen Terminen klingt oft ungewöhnlich. Ein Beispiel ist das Konzert am Sonntag im KuZe: Dort spielt das kanadische Trio Marvin, ein Mix aus Hard Rock, Noise und Post Punk. Beginn des Konzerts ist 15 Uhr."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 08.04.2010
Kuddelmuddel um Studentenzentrum
"Der AStA überlegt, das KuZe zu kaufen – doch der Hauseigentümer dementiert Verkaufsabsichten
Die gewählten Studentenvertreter der Universität Potsdam überlegen, ihr Kulturzentrum (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße zu kaufen – statt dafür, wie bisher, Miete zu zahlen. Nach PNN-Recherchen hat sich der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) in einem Gespräch mit Uni-Präsidentin Sabine Kunst erkundigt, ob und wie so ein Kauf möglich wäre. Dies bestätigte Uni-Sprecherin Birgit Mangelsdorf den PNN auf Anfrage – ein Prüfauftrag zu der Frage sei ausgelöst.
Zum Kauf des KuZe müsste der AStA wohl einen Kredit aufnehmen, so die Sprecherin. Ob das möglich ist, sei unklar. „Der Universität ist es als Körperschaft des öffentlichen Rechts aus haushaltsrechtlichen Gründen untersagt, sich zu verschulden“, sagte Mangelsdorf. Nun müsse die Frage geklärt werden, ob dies auch auf den AStA zutrifft – eine entsprechende Anfrage der Universität liege dem zuständigen Brandenburgischen Wissenschaftsministerium bereits vor, so die Sprecherin."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 26.03.2010
Ehrliche Gespräche mit Schmalzstulle - Die legendäre „Stube“ feierte ihren 30. Jahrestag
"Manches bleibt. Auch zum 30-Jährigen der „Stube“ gab es Schmalzstullen und Gurken auf die Hand, ein festes Glas für jeden Gast, in das nachgeschenkt wurde. Wie in den 80er-Jahren, erst unter dem Dach des Jugendkulturhauses Lindenpark in Babelsberg, kurz darauf unter den Balken des damals neu eröffneten „Spartakus“. Am Samstagabend wurde das 30-jährige Jubiläum wieder unter einem Dach gefeiert, diesmal im „Kuze“, dem studentischen Kulturzentrum
Legendär ist die „Stube“ für jene, die damals in tiefster DDR-Zeit allwöchentlich am Donnerstag jenen Kultur- und Diskussionstreffpunkt aufsuchten. Für Wolfram Arton, ehemals Schulze, ist es „damals die Suche nach einer Möglichkeit gewesen, ehrlich zueinander zu sein, wahrhaftiges auszutauschen, Künstler direkt zu treffen“, erinnert er sich an die Anfänge. „Und es sollte eine Atmosphäre wie im eigenen Wohnzimmer sein, deshalb auch der Name ,Stube’“, so Arton. Mit vier Freunden organisierte er 1980 erstmals eine „Stuben-Veranstaltung“. Premierengast: die Musik-Formation „Polka-toffel“."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 08.03.2010
Kraftvoll und sinnlich
Engagierte „Positionen der Kunst“ von Absolventen eines aussterbenden Studiengangs
"Bei der Eröffnung der Ausstellung „Positionen der Kunst“ summt und brummt es im KunstWerk wie in einem Bienenstock. Zehn angehende Kunstpädagogen breiten in der Gruppenschau das ganze Spektrum ihrer künstlerischen Befähigung aus. Die zahlreich erschienenen Freunde und Angehörigen sorgen für angeregte Gespräche und dichtes Gedränge. Zu feiern gibt es die bestandene fachpraktische Prüfung als Abschluss der bildnerisch-künstlerischen Ausbildung.
Mit den gezeigten Arbeiten aus den Sparten Malerei, Zeichnung, Grafik, Computergrafik, Fotografie, Collage, Objektkunst, Video und Installation stellen die Studienabgänger eine stattliche Palette erlernter künstlerischer Techniken und Darstellungsformen unter Beweis. Im Rahmen ihrer fachpraktischen Prüfung hatten sie ein Generalthema eigener Wahl in vier unterschiedlichen künstlerischen Techniken und Verfahren zu bearbeiten. Für die Präsentation im KunstWerk haben sie aus ihren Prüfungsarbeiten eine Auswahl getroffen. In Themenwahl und Ausführung hat jeder seine ganz individuelle Position gefunden. Es gelingt beinahe ausnahmslos, sie in überzeugender Weise zum Ausdruck zu bringen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 26.02.2010
Die zwei Gesichter des KuZe
"Das studentische Kulturzentrum ist beliebter Jugendtreff – doch sein Mitmach-Konzept bleibt umstritten
Das Votum der Jungpolitiker zum studentischen Kulturzentrum (KuZe) klingt einmütig. „Wir nehmen die Entwicklung wohlwollend zur Kenntnis und danken besonders dem NutzerInnenplenum für die geleistete Arbeit, weil es eine breite Akzeptanz und Nutzung des Hauses erreicht hat.“ Einen Text dieser Art haben die Mitglieder im Studentenparlament (Stupa) der Universität Potsdam beschlossen, die sich einmal im Jahr auch im KuZe treffen und für das Haus jährlich 100000 Euro aus dem Semesterbeitrag der Studenten abzweigen. In dem Kulturzentrum in der Hermann-Elflein-Straße – so hat es bei der Sitzung am Dienstagabend gewirkt – gibt es keine Konflikte."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 04.02.2010
KuZe für Jugend gesperrt
"Betreiber kritisiert verfehlte Jugendpolitik der Stadt
Zu ungewöhnlichen Maßnahmen sehen sich die Betreiber des studentischen Kulturzentrums (KuZe) genötigt: Die zweigeschossige Kneipe in der Hermann-Elflein-Straße ist ab sofort abends für Jugendliche unter 18 Jahren gesperrt. Das hat der KuZe-Trägerverein Ekze e.V. jetzt mitgeteilt. Ähnliche Regeln gibt es bereits in einigen Diskotheken. Im Januar werde überdies über den Umgang mit unter 18-Jährigen vor 20 Uhr entschieden, hieß es.
Zur Begründung zieht der Verein das Problem fehlender Freiräume für Jugendliche in der Potsdamer Innenstadt heran, dessen Lösung seit fast zwei Jahren auf sich warten lasse. So gäbe es seit der Schließung des Spartacus-Jugendhauses in der Schlossstraße in der Innenstadt keine frei zugänglichen Räume für Jugendliche mehr. „Das hat dazu geführt, dass immer mehr Jugendliche die KuZe-Kneipe als Ort entdeckten, in dem sie sich mit Freunden treffen konnten – und Teile von ihnen auch mal über die Stränge schlugen“, so Ekze-Sprecher Matthias Rothe. Das habe zu Schwierigkeiten für das ehrenamtlich tätige Tresenpersonal in der Studentenkneipe geführt, räumte Rothe ein. „Probleme, wie nicht verantwortungsvoller Genuss von Alkohol, Konflikte und Gewalt konnten von den Tresenkräften oft nicht bewältigt werden – und das kann in diesem Umfang auch nicht ihre Aufgabe sein“, so Rothe. Zudem sei das „Zielpublikum“ von der entstandenen Jugendclubatmosphäre abgeschreckt worden."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 11.12.2009
Sexarbeit
Szenische Lesung und Vortrag im „KuZe“
Ayscha arbeitet in einer türkischen Bar. Sylvia schafft seit 30 Jahren am Hamburger Fischmarkt an. Melanie ist im Hamburger Escort tätig. Katrin ist nach zehn Jahren Herbertstraße ausgestiegen. John arbeitet als Callboy in Stuttgart. Die Bordellbetreiberin Felicitas managt das Berliner Café „PSSST“ und Andreas ist Bordellchef in Hamburg. Auch die Frankfurter Prostitutionskunden Markus und Norbert kommen zu Wort, ebenso Ronny, ein auf St. Pauli geborener, ausgestiegener Zuhälter. Zehn Milieugeschichten, begleitet von einer Toncollage, tragen die Schauspieler Ulrike Johannson und Thor W. Müller in der szenischen Lesung „Sexarbeit – eine Welt für sich“ am Donnerstag, 17. September, 20 Uhr, im Studentischen Kulturzentrum „KuZe“, Hermann-Elflein-Straße 10, vor. Über die Hintergründe von Sexarbeit wird in einem anschließenden Kurzvortrag berichtet.
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 11.09.2009
„Explosition“

Malerei und Collagen von Julius Ruge im Kunstwerk
"Die aktuellen Formate sind ziemlich groß, lebensgroß könnte man sagen, und so bemessen, dass eine aufrecht stehende oder lagernde Figur so gerade auf die Leinwand passt. Drei Figuren, ihrer Geschlechtlichkeit nach weiblich und dabei in ihrem ganzen Auftreten nichts Gutes verheißend, schließen sich zu einer Serie zusammen. Sie haben die Ausstrahlung von Skulpturen aus Stein, unnahbar und dämonisch, ihre Farbgebung setzt ganz auf Grau. Daneben ein Querformat: „23Starter“. Gelb hervorlugend die Augäpfel einer verquält schauenden Frau.
Im ersten Raum der Ausstellung „Explosition“ von Julius Ruge im Kunstwerk ist einem nicht nach Lachen. Daran kann auch der so genannte „lustige Akt auf rotem Stuhl“ nichts ändern. Diese Malerei ist gegenständlich, der Figur und dem konkreten Motiv verpflichtet, ohne sich dabei auf ein Thema festzulegen. Bildtitel wie „black jesus“ oder „Engel in der Mondumlaufbahn“ spielen eher mit der freien Assoziation, als dass sie das Bildsujet auf eine Bedeutung festlegen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 12.06.2009
AStA will Anwalt gegen Garski einschalten
"Auch nach drei Jahren noch Baumängel am Studentischen Kulturzentrum (KuZe)
Der Konflikt zwischen Studentischem Kulturzentrum (KuZe) und ihrem Vermieter Dietrich Garski, ein bekannter Bauinvestor, droht sich zuzuspitzen. Tamas Blenessy als Sprecher des Allgemeine Studierendenausschusses (AStA) kündigte während der Sitzung des Studentenparlaments (Stupa) am Montagabend an, dass demnächst ein Fachanwalt konsultiert werde. „Mit ihm beraten wir die weiteren Schritte“, so Blenessy.
Zuvor hatte KuZe-Geschäftsführer Sven Brödno minutenlang über angebliche Versäumnisse von Garski gesprochen. So gäbe es auch drei Jahre nach Öffnung des Hauses in der Hermann-Elflein-Straße noch kein Abnahmeprotokoll. Baumängel würden den Betrieb des KuZe stören, etwa die Brandmelder, die grundlos Fehlalarme produzieren würden. Ebenso gäbe es eine Stelle, an der Regen ins Gebäude eindringe. Seit einem Jahr werde wegen der Mängel weniger Miete bezahlt. „Wir brauchen eine grundlegende Änderung“, so Brödno. Zustimmung erhielt er von Sabine Raetsch vom Offenen Kunstverein. Der Verein hat seinen Sitz ebenso im Kuze. „Eine härtere Gangart gegen Garski ist notwendig“, so Raetsch. Der Vermieter versuche, die KuZe-Führung hinzuhalten.
Während der Sitzung wurde bekannt, dass sich KuZe-Führung und Garski auch über die Höhe der Betriebskosten 2006 streiten. Ebenso soll ein unabhängiger Bausachverständiger des AStA im kommenden Jahr den Zustand des Gebäudes prüfen, hieß es. Garski war gestern nicht zu erreichen. HK"
Aus der PNN vom 18.12.2008
Originale
Lange Nacht des Offenen Kunstvereins
"Shoppend, Bratwurst essend und Glühwein trinkend schiebt sich eine riesige Menschenmenge durch die Innenstadt. Doch nur wenige Meter von der Brandenburger Straße entfernt, auf der wie immer um diese Zeit der längste Weihnachtsmarkt der brandenburgischen Landeshauptstadt tobt, herrscht fast besinnliche Adventsstille. Nur wenige Menschen nehmen den „Umweg“ über die Gutenbergstraße, um vielleicht an solche Ziele zu gelangen, die eine Alternative zum alljährlichen vorweihnachtlichen Konsumterror bieten.
Doch ruhig und menschenleer ist es an diesem Samstagabend auf dem Gelände des Kunstwerkes in der Hermann-Elflein-Straße auch nicht. Auf drei Etagen und in der KUZE-Kneipe findet hier die lange Nacht des Offenen Kunstvereins statt. Zu Theateraufführungen, einer Feuershow, Poetry Slam, Filmen, Konzerten und Lesungen haben die rührigen Macherinnen um Ewa Kowalski, Sabine Raetsch und Ulrike Schlue eingeladen.
Und schon eine halbe Stunde, bevor der Poetry Slam überhaupt losgehen soll, sind nahezu alle Sitzgelegenheiten im Theatersaal mit Menschen oder Kleidungsstücken belegt.
Hier wartet eine Schar Eingeweihter gespannt auf das, was kommen soll. Um dem Andrang Herr zu werden, geben die Veranstalter kurz vorher sogar noch die Bühne für die etwa 90 jungen und jung gebliebenen Zuhörer frei. Zwei Stunden lang folgen die mit großem Amüsement den tiefsinnigen und kurzweiligen Wettbewerbsbeiträgen von insgesamt zehn Slamern, die in ihren selbst geschriebenen Texten wirklich originelle Gedanken bieten, die allesamt frappante Wortakrobaten sind und dazu auch noch gekonnt vortragen können.
Bei Jana kriegt nicht nur der Potsdamer Weihnachtsmarkt sein Fett weg, Julian und Tommy watschen in einer großartigen Dialoglesung Bayern so richtig ab und der durch das Publikum gekürte Gewinner Felix überzeugt nicht nur mit seiner „Eheballade“ sondern auch mit seinem überaus skurrilen Traum, in dem der Deutschen größter Dichter ein wesentlicher Protagonist ist. Fast parallel zum Slam liest Oma Helga, die Mutter von Sabine Raetsch, im obersten Ausstellungsgeschoss vor der Kunstwerkfamilie eine witzige und berührende Weihnachtsgeschichte.
Hier gibt es auch leckeres Essen, den ganzen Abend lang improvisierte Klaviermusik und eine nicht ganz ernst gemeinte Tombola. Am Stand mit Grafiken und selbst gestalteten Kalendern kann man die Ergebnisse der Grafikwerkstatt des Vereins bewundern und gestalterische Kleinode mit lauter Originalen erwerben. In Siebdrucktechnik haben Kinder und Jugendliche die bekannte Geschichte von der „Schönen und dem Tier“ illustriert. Bisher unbekannt war dagegen die extravagante Geschichte vom Fliegenhirten und einer Herde Fruchtfliegen, die Philipp Baumgarten erdachte und gemeinsam mit Max Buschner in Szene gesetzt hat. Ein menschlicher Tannenbaum, die gegenwärtige Krise und der Mittelstand sowie ganz viel Obst spielten darin eine Zwerchfell erschütternde Rolle. Bei so viel originellen Ideen und der ungemein entspannten Atmosphäre wünscht man sich unbedingt eine Fortsetzung der Langen Nacht im nächsten Advent."
Aus der PNN vom 09.12.2008
Lange Kulturnacht des Offenen Kunstvereins im Kunstwerk
"Wer immer von bösen Ahnungen über den Zustand der heutigen Jugend geplagt ist, der hätte am Samstagabend zur „Langen Nacht des Offenen Kunstvereins“ alle Zweifel entsorgen können. Während Heerscharen von Weihnachtslaunigen zwischen Bratwurstbudendampf und Abgaswolken nebenan in der Brandenburger und ihren Seitenstraßen erst nach Geschenken und später nach ihren Autos suchten, begann im Hinterhof der Hermann-Elflein-Straße 10 der handgestrickte Kulturabend junger und kreativer Potsdamer.
Nach der Passage einer ansehenswerten Ausstellung von Bildern und witzigen Plastiken von Gesa Foken und Jean Drache luden im Obergeschoss leckere Häppchen und ein dampfender Kessel mit Punsch zur Stärkung ein.
Viel Gedränge gab es, als der Kampf um Karten und Plätze im viel zu kleinen Theatersaal begann. Das hauseigene „Theater AK 689“ spielte dort eine Variation ihres Stücks „Fliegenfeinde“. Die im Namen versteckten Ziffern Sechs, Acht und Neun stehen für die Buchstaben des hiesigen Alphabets und versprechen als Abkürzung kompletter die Worte Freiheit, Heiterkeit und Irrsinn.
Diesem hohen Anspruch wurden die neun Darsteller auf der Bühne und die zwei jungen Damen an Piano und Cello dann tatsächlich gerecht, weil ihr ganzes Spiel eine einzige Liebeserklärung an das so heiß geliebte Theater war. Unverkrampft haben Max Buschner und Philipp Baumgarten ihren Darstellern einen theatralischen Rahmen organisiert, der vor allem die Welt der Erwachsenen persiflierte. Der beziehungstechnische Zusammenstoß zweier befreundeter Ehepaare am Weihnachtsabend produzierte immer neue Heiterkeitswellen und trieb etlichen Zuschauern Lachtränen aus den Augenwinkeln. Unglaublich, wie die dem Fliegenwahn Anheimgefallenen mit ihren Beißwerkzeugen aus einem Früchtekorb ein regelrechtes Schlachtfeld des Fresswahns machten, bevor sie dem baffen Publikum den Schlussapplaus von der Hinterbühne vorklatschten.
Der kulturelle Marathon bot im Laufe des Abends fast alle Spielarten künstlerischer Betätigung. Die Band „Maschinenstürmer“ und poppige Klänge von Christian Uibel bedienten das Genre Konzert, als Ein-Mann-Unternehmen gab Felix Dubiel am Piano sein Bestes. Der Dichternachwuchs konnte sich beim „Poetry-Slam“ messen, mehrere Filme und eine Märchenlesung komplettierten einen überzeugenden Abend im Kunstwerk." (Von Lothar Krone)
Aus der MAZ vom 08.12.2008
Ein bisschen Spartacus im KuZe
"Ein bisschen Spartacus ist wieder da. Die Veranstalter aus dem geschlossenen Jugendhaus in der Schloßstraße wollen im studentischen Kulturzentrum (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße zumindest einen Abend pro Monat gestalten. Jeden zweiten Mittwoch im Monat soll es demnach einen Spartacus-Tresen geben, teilte der Spartacus e.V. gestern mit. Der erste Termin war gestern, der nächste ist am 14. Dezember. Die Abende sollen nicht wie normale Kneipenbesuche ablaufen. So wurde gestern der Dokumentarfilm „Feiern“ gezeigt: Ein Werk über Menschen, deren Nächte 72 Stunden dauern, weil sie so lang zu Techno tanzen, selbst Platten auflegen oder an Türen stehen. Die Geschichte solcher Typen wurde in mehreren Gesprächen gezeigt. Und obwohl der Film in Berlin spielt, hat er auch einen Bezug zu Potsdam: Seine junge Regisseurin Maja Classen studiert an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) „Konrad Wolf“ in Babelsberg."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 27.11.2008
Für mehr Selbstvertrauen
Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder im KuZe
Sahar Galamdin weiß, was sie in ihrem Leben erreichen will: „Erst mal Abi machen und dann studieren, vielleicht Jura oder Medizin.“ Die 19-Jährige kam im Jahr 2000 aus Afghanistan nach Deutschland, mit ihrer Familie flüchtete sie vor den Taliban. Eine Schule hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nie betreten, denn „das war Mädchen verboten“. Heute, acht Jahre später, spricht sie fließend Deutsch und besucht die 11. Klasse an der Lenné-Schule. Wenn sie in Mathe nicht mehr weiter weiß, geht die junge Frau ins Kulturzentrum (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße. Dort hilft eine Gruppe von Studenten an drei Nachmittagen in der Woche Flüchtlingskindern bei den Hausaufgaben.
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 20.11.2008
Eine Frage der Wahrnehmung
Das studentische Kulturzentrum steht in der Kritik – und ist Teil des Streits zwischen AStA und Opposition
Wenn Potsdamer Studenten in die Kneipe vom studentischen Kulturzentrum (KuZe) in der Hermann-Elflein-Straße gehen wollen, stehen sie manchmal vor verschlossenen Türen. Auch Björn Ruberg ist so etwas schon zu Ohren gekommen. Dann ärgert sich der junge Potsdamer Hochschulpolitiker. Auch deswegen, weil er an den Zuständen im KuZe nichts ändern kann. Denn im Studentenparlament (StuPa) der Potsdamer Universität sitzt Ruberg mit der Grün-Alternativen Liste (GAL) in der Opposition. Die Mehrheit hat eine als links geltende Koalition, die den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) bildet, der unter anderem auch das KuZe betreiben soll. Laut Ruberg steckt der AStA in das Kulturzentrum allerdings nur viel Geld hinein, „ohne dass ein Großteil der Studenten davon profitiert“.
Denn nicht allein die unregelmäßigen Öffnungszeiten der Kneipe des Studentenzentrums stören Ruberg und die GAL: Ihre Kritik stellt die Struktur des Hauses in Frage. Besonders kritisieren sie das sogenannte NutzerInnen-Plenum. Diese nicht gewählte Arbeitsgruppe fällt die Entscheidungen für das Haus: Wer darf Partys veranstalten, wer soll sauber machen, welche Aktionen stehen an? Das Plenum gilt wie der AStA als politisch deutlich links, viele Akteure der zwei Gremien gehören zur alternativen Szene Potsdams. „Alle Studenten der Uni zahlen für das KuZe, haben aber auf den Inhalt keinen Einfluss“, so Ruberg.
Das so kritisierte Haus existiert seit mehr als drei Jahren. Zuvor wurden die Elfleinhöfe für rund 1,2 Millionen Euro umgebaut. Jährlich kostet das KuZe die Uni-Studenten rund 100 000 Euro, die vom Semesterbeitrag abgehen. Vor allem deswegen sieht sich Björn Ruberg im Recht mit seiner Kritik. Nach einer GAL-Umfrage haben bislang nur ein Fünftel aller Potsdamer Studenten schon einmal das KuZe besucht.
Die Frage des Erfolgs sieht AStA-Sprecher Tamas Blenessy völlig anders. „Die Kneipe im KuZe läuft besser, als anfangs gedacht: Mittlerweile gibt es sogar einen Café-Betrieb ab 15 Uhr.“ Auch Geschäftsführer Sven Brödno spricht vom „Erfolgsmodell“ KuZe – nirgendwo sonst in Deutschland gäbe es so ein Haus als „Experimentierfeld“ für Studenten.
Doch nicht jeder Versuch gelingt. Wer mit KuZe-Verantwortlichen redet oder Einblick in den internen Mailverkehr erhält, hört von vielen Problemen. Einige existieren wegen des Gebäudes an sich, dass auch nach drei Jahren Nutzung nicht endgültig abgenommen ist. Mal klemmen Türen oder sind Schließknöpfe kaputt, mal verstopfen die Klos, oft springt der Brandmelder ohne Grund an und alarmiert die Feuerwehr. Wegen der nahen Nachbarn müssen die KuZe-Macher dazu noch Lärmauflagen beachten.
Manche Schwierigkeiten sind offenbar auch hausgemacht. „Verantwortungsleere“, sagt eine Studentin zur Situation der Tresendienste, die jeden Tag ehrenamtlich Bier ausschenken sollen. Manchmal kommen zwei Mannschaften, manchmal wird aber auch dringend nach Personal gesucht. Notfalls muss die Kneipe eben zubleiben. Ebenso gibt es Kritik an der Unordnung in den Räumen, weil oft niemand weiß, wer zuständig ist. Dazu herrsche im KuZe viel zu oft „Jugendklub-Atmosphäre“, heißt es: Viele Besucher und manchmal auch Tresenkräfte seien kaum älter als 18 Jahre alt, wohl wegen der niedrigen Alkoholpreise.
Es sind solche Probleme, die auch der Studentenklub Pub á la Pub in der Breiten Straße kennt – allerdings von früher. „Auch bei uns hat die Organisation Jahre gebraucht“, heißt es dort. Inzwischen hält der Betreiberverein das Pub ohne Fördergeld jeden Tag das Haus offen. Dazu gibt es eine Karte für Studenten und höhere Preise für alle anderen: „Das zeigt Wirkung, nun sind vor allem Studenten da.“
Eine Zusammenarbeit mit dem Pub-Team gibt es nicht. Auch das kritisiert Björn Ruberg. KuZe-Chef Sven Brödno hält dagegen. Pub und KuZe seien nur schwer vergleichbar, weil das Pub eben nur Kneipe, das KuZe aber noch viel mehr sei – gerade wegen seines Theatersaals, der Siebdruckwerkstatt oder den Probenräumen. „Solche Räume nutzen unter der Woche rund 200 Leute für ihre Ideen.“ Allerdings gäbe es ein „Wahrnehmungsproblem“, dass vor allem die Kneipe das Bild des KuZe präge. Die Idee, diese Bar stärker als jetzt auf Studenten auszurichten, lehnt Brödno aber ab. Seine Begründung: „Das KuZe war immer auch als Verbindung zwischen Uni und Stadt gedacht.“ Gleichzeitig dürften die Standards im Haus nicht zu sehr professionalisiert werden, weil sonst der experimentelle Charakter des KuZe verloren gehe. Bei diesem Argument bezieht sich der Geschäftsführer auch auf das ursprüngliche Konzept für die Elfleinhöfe. Darin steht, im KuZe solle ein „Schmelztiegel aus Kultur, Wissenschaft und Politik“ entstehen. Über ein NutzerInnen-Plenum steht in dem Papier dagegen kein Satz.
Wohl auch deswegen fällt die Kritik von Ruberg an dem nicht gewählten Gremium besonders heftig aus. Neue studentische Initiativen würden dadurch nur schwerlich einen Zugang ins KuZe finden, eben weil es von einer „alteingesessenen Truppe“ und dem Plenum geführt werde. Dazu gäbe es keine Kontrollinstanz, sagt Ruberg: „Das Studentenparlament kann nicht einmal eine Aufsichtsfunktion übernehmen.“ Dagegen wirft KuZe-Chef Brödno der GAL und Ruberg vor, dass Plenum zwar zu kritisieren, aber kaum einmal dort gewesen zu sein: „Das Gremium gibt es extra dafür, dass sich Studenten möglichst ohne Hürden am KuZe beteiligen können und nicht erst in den AStA gewählt werden müssen.“ Auch Tamas Blenessy vom AStA lobt den „basisdemokratischen Prozess“ im Plenum, wo wöchentlich solange diskutiert werde, „bis alle mit einer Veranstaltung oder Entscheidung leben können“. Diese Stunden ehrenamtlichen Engagements seien nicht selbstverständlich. Unterschiedlicher können Sichtweisen kaum sein.
Daneben ist das KuZe auch nur ein Thema, bei dem die Fronten zwischen AStA-Koalition und der GAL verhärtet sind. Denn nachdem die GAL bei den Stupa-Wahlen zwar auch dieses Jahr stärkste Kraft geworden ist, die Koalition aber zum wiederholten Mal ohne sie gebildet wurde, schießen beide Lager nun fast wöchentlich gegeneinander. Der schwerste Vorwurf der Opposition lautet dabei Vetternwirtschaft: Bewerbungen für Posten des AStAs würden nach politischer Gesinnung vergeben. Das Gremium betreibe überdies Klientelpolitik bei der Vergabe von Fördergeld. Dagegen spricht AStA-Sprecher Blenessy davon, dass Jobs in dem Gremium nach Qualifikation vergeben worden seien. Und verweist auf den Landesrechnungshof, der dem AStA eine „ordnungsgemäße Haushaltsführung“ bescheinigt habe. „Wir waren sogar so gut, dass es keinen Prüfbericht geben wird“, sagt Blenessy.
Wer mit Claas Hasslinger vom konservativen Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) über das KuZe spricht, bekommt ein etwas differenzierteres Bild. Vor zwei Jahren war er der dafür zuständige AStA-Referent. Schon damals wusste der RCDS-Politiker um das Image als linker Laden, um die Probleme, ehrenamtliche Arbeit geregelt zu organisieren und doch von Fördergeld abhängig zu sein. Dagegen tun konnte er nur wenig: „Das Problem ist, dass selbst ein anderer AStA als jetzt kaum Chancen hat, dort etwas zu ändern, ohne die Strukturen zu sprengen.“ Dies sei der Balanceakt, es sich trotz nötiger Reformen nicht mit dem Plenum zu verscherzen, weil sonst die Arbeit im KuZe erlahmen würde, so Hasslinger: „Ein Strukturwandel kann nur besonnen und vorsichtig funktionieren.“
Kuze droht zeitweise Schließung Vermieter soll Lampen der Notausgänge warten
"Innenstadt - Dem studentischen Kulturzentrum (Kuze) in der Hermann-Elflein- Straße droht die zeitweise Schließung durch die Bauaufsicht. Der Grund klingt banal: Die Notausgangslampen funktionieren seit mehr als einem Jahr nicht. Für diese Lampen ist aber nach Ansicht der Kuze-Betreiber ihr Vermieter Dietrich Garski zuständig, dem das Haus gehört. Diese Situation ist nun einem für das Kuze zuständigen Bau-Sachverständigen von einem Ingenieurbüro aus Treuenbrietzen aufgefallen. Entsprechende Informationen der PNN bestätigte gestern Abend der Geschäftsführer des Kuze, Sven Brödno: „Wenn es bis Montag keinen Vertrag mit dem Vermieter gibt, dass die Lampen regelmäßig gewartet werden, dann will der Sachverständige die Bauaufsicht verständigen.“ Dann könnte die Schließung drohen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 11.10.2008
Lieber schön als dumm!? Geschmackssache
"Fast jeder kennt das Phänomen, dass gutaussehende Menschen auf Parties oft im Blickpunkt stehen, unbewusst andere Menschen als zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, als schön oder hässlich bewertet werden oder dass auch der eigenen Körper als hässlich wahrgenommen wird Manche fühlen sich deswegen verunsichert und unglücklich.
50 Kinder, Jugendliche und Künstler fahren vom 20. - 30. August auf den Bauernhof Klinkenmühle bei Gottsdorf und werden sich dort kreativ mit dem Thema „Lieber schön als dumm! Geschmacksache, sprach Lieschen und fraß Popel!“ auseinandersetzen. Inspiriert durch alltägliche Erfahrungen, das Kennenlernen von anderen Völkern und ihren oft sehr fremden Schönheitsidealen durch Literatur, Dokumentarfilme, Gespräche, Fotografien, Märchen- und Spielfilme werden sich die jungen Menschen während der Kinder-und Jugendkunsttage – ein Projekt des Offenen Kunstvereins e.V. – mit ihren eigenen und fremden Ansichten und Vorurteilen auseinandersetzen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 20.08.2008
Stadt(ge)sicht
Julia Brömsel und Maria Wilke im Kunstwerk
"Potsdam einmal anders. Gesehen und porträtiert von zwei Frauen, die sich schon die Hälfte ihres Lebens kennen und deren Weg sich nun, in Potsdam, erneut kreuzt. Nach Jahren der Ausbildung kehrten die beiden Künstlerinnen, nunmehr in den Endzwanzigern, dorthin zurück, wo sie gemeinsam ihre ersten künstlerischen Schritte taten. Der Offene Kunstverein, der ihnen damals dafür den Raum gab, lieferte nun auch die Idee einer gemeinsamen Ausstellung. Somit schließt sich im vereinseigenen „Kunstwerk“ unter dem Motto „stadt(ge)sicht eine ausstellung von julia brömsel & maria wilke“ nach 15 Jahren der Kreis.
Die beiden Ausstellungsflächen des Kunstwerks sind mit Malerei von Julia Brömsel sowie Grafik und Textilarbeiten der Designerin Maria Wilke dicht bestückt. Die Arbeit am eigenen Potsdam-Bild ist für beide Frauen zu einem Prozess geworden, der sie in der vertrauten Stadt neu Anker werfen ließ. Die mit neuen Augen gesichteten Sehenswürdigkeiten und anderen Potsdamer Orte haben beide Künstlerinnen zu originellen Bildschöpfungen stimuliert."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 29.04.2008
Fernes, unbekanntes Land
„Momente einer Ansicht“: Chinesische Künstler im KunstWERK
"Eine ziemlich lange Reihe stolzer Pferde mit ebensolchen Reitern kommt eine chinesische Straße entlang. Stoisch und wegessicher traben die Frauen und Männer an den Fuhrwerken und Autos vorbei, hinein in eine Ausstellungshalle, in der Halle von Bild zu Bild und wieder hinaus. Draußen geben sie sich dem Polospiel aus dem Sattel hin. Merkwürdig, diese Performance, die Zhang Wei aus Bejing, zu dem wir früher Peking sagten, aus einem Sprichwort entwickelte und dann abfilmte. Er wolle damit das Polospiel wieder in das gesellschaftliche Bewusstsein bringen, sagt der Begleitzettel. Reizvoller scheint uns Europäern der Besuch einer Ausstellung hoch zu Ross – aus dem Reitsitz hat man eine andere Perspektive auf das Werk, bleibt in Bewegung und erhaben – so dass man sich vor der hehren Kunst nicht mehr fürchten muss.
Das zumindest ist eine Anregung, die aus dem Reich der Mitte per Video zu uns gelangt, und sofort fällt dem Potsdamer der Kunstraum ein, in den die Pferde-Performance gut passen würde. In die Ausstellung „Momente einer Ansicht“ vereint im Kunstwerk zurzeit sechs chinesische und zwei deutsche Künstler. Schon im vergangenen Jahr wurden dort junge chinesische Künstler vorgestellt – der offene Kunstverein setzt diese Reihe nun mit Blick auf eine mögliche interkulturelle Begegnung junger Menschen aus China und Potsdam fort."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 12.02.2008
„Land unter“ an der Klinkenmühle
„Mehr Meer“: Ausstellung zum Sommerprojekt des Offenen Kunstvereins ab morgen im KunstWERK
"Nichts scheint mehr am rechten Platz: Pinguine retten sich auf schmelzenden Schollen ans grasgrüne Ufer, Riesenquallen pumpen sich durch die Luft, an der Wäscheleine hängen Fische zum Trocknen und eine Seejungfrau steckt ihren Kopf in Aspik ... „Land unter“ herrschte zwei Wochen lang an der Klinkenmühle, einem Bauernhof bei Luckenwalde, auf dem Potsdams Offener Kunstverein seit vielen Jahren schon sein Sommerlager aufschlägt. Fünfzig Kinder und Jugendliche aus den Mal- und Theaterkursen ließen hier die Quellen ihrer Kreativität sprudeln, öffneten alle Schleusen, bis der Hof mit allerlei Flusstieren und eigenartigen Meeresbewohnern überschwemmt war. Jetzt gelangen die in der Natur nur sehr selten zu beobachtenden Wasserwesen in eine Ausstellung nach Potsdam, zu sehen ab morgen um 19 Uhr im KunstWERK in der Hermann-Elflein-Straße.
Was auf dem Bauernhof zwischen Schweinen und Schwalben skurril und unwirklich anmutete, erhält in der Galerie einen künstlerischen Rahmen. „Mehr Meer“, so der Titel der Ausstellung, versammelt Zeichnungen und Malerei, Figuren aus Styropor und Pappmaschee, Installationen und Miniaturwelten in Konservendosen, allesamt angeregt vom diesjährigen Kulturlandthema „Faszination Wasser“."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 31.08.2007
Guter Mutterboden
"Botanischer Garten spendete Erde für das Kuze
Unbürokratisch Hilfe leisteten die Stadtwerke, vertreten durch die STEP, und der Botanische Garten der Uni Potsdam für das Studentischen Kulturzentrum. Wie der Verein zur Erhaltung eines Studentischen Kulturzentrums in den Elfleinhöfen (ekze e.V.) mitteilte, hatte man dort schon seit einiger Zeit nach einem Weg gesucht, den beklagenswerten Zustand der Grünanlagen zu verbessern."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 22.06.2007
Der Zwang zum Schönsein
Eine Doppelausstellung im studentischen „KuZe“ thematisiert Sexismus in der Werbung und im Alltag
„Ex und Hopp“, ist die Anzeige einer Biermarke betitelt. Dazu räkelt sich eine kaum bekleidete, blonde Frau im Bett. Der Mann auf dem Bild hat sein Hemd schon ausgezogen. Darunter stellen die findigen Werbetexter die Frage, „Was dagegen?“ Sahra Dornick hat was dagegen. Die Soziologie-Studentin hat mit weiteren Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Sexismus in der Werbung“ eine Doppelausstellung im studentischen Kulturzentrum „KuZe“ organisiert. „Wir sind ständig mit sexistischer Werbung konfrontiert“, so Dornick. Die Ausstellung thematisiert diese Situation, die wir im Alltag kaum noch bewusst wahrnehmen. Während im Erdgeschoss ein Berliner Projekt das Thema eher theoretisch angeht, erlebt der Besucher beim Gang in den ersten Stock eine wahre Reizüberflutung.
Die gewundene Treppe in die oberen Räume des „KuZe“ ist zu einem „Tunnel“ geworden. Hundertfach blicken einen schöne Menschen an, die für Parfüm, Fernsehzeitungen, Uhren und sogar Reifen werben sollen. AStA-Mitglieder der Universität und engagierte Studierende aus Potsdam haben das Material gesammelt, sagt Sahra Dornick. Die Vielfalt der Bilder ist beeindruckend. Sie erstreckt sich über die gesamte erste Etage des „KuZe“. Die Spannweite reicht dabei von ironischen Provokationen bis zu reiner Pornographie. Es soll in der Ausstellung aber nicht nur um Sexualität gehen, erläutert Dornick. Es gehe eher um eine kritische Diskussion von Hierarchien in der Gesellschaft. Dafür sei die Werbung ein Symptom. Es sei aber nicht immer leicht, diese Hierarchien zu erkennen und zu entschlüsseln, gibt Dornick zu bedenken.
Als Beispiel nennt sie eine sehr erfolgreiche Kampagne für Körperpflege. Die Firma hielt sich zugute, dass sie keine Models für ihre Werbung verwendete. Sondern „normale“ Frauen. „Die Frauen erscheinen trotzdem in Unterwäsche“, wendet Dornick ein. Soll das nun „gute“ sexistische Werbung sein? Die Ausstellung will solche Fragen stellen, ohne einfache Antworten zu geben. Sie soll Besucher und Kneipengäste aufrütteln. Wer das Gespräch sucht, kann dann einen der begleitenden Vorträge oder einen Workshop besuchen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 12.01.2007
Das Ende einer Party
„Kuze“ entspricht nicht den Lärmbestimmungen
"Innenstadt - Die Betreiber des kürzlich eröffneten studentischen Kulturzentrums in den Elfleinhöfen (Kuze) stehen vor einem gravierenden Problem: Die von ihnen beabsichtigte Nutzung der Räumlichkeiten entspricht nicht den behördlichen Bestimmungen. Diese genehmigen lediglich einen regulären Kneipenbetrieb – wochentags bis 22 Uhr, am Wochenende bis 24 Uhr. Dennoch fanden in der letzten Zeit Partys statt, bei denen die Lautstärke deutlich über dem Geräuschpegel eines normalen Kneipenbetriebs lag. Damit ist nun vorerst Schluss. Denn der Asta, Träger und Hauptnutzer des Kuze, muss zur Erweiterung der Nutzung ein Lärmgutachten einholen. Aus diesem wird dann hervorgehen, welche Vorkehrungen getroffen werden müssen, damit erweiterte Kneipenzeiten genehmigt werden können. Das bisherige Problem: Da sich in den Räumen keine Lüftungsanlagen befinden, kann eine Entlüftung nur über das Öffnen der Fenster erfolgen. Dabei dringt zwangsläufig Lärm nach außen. Deshalb war es schon zu Beschwerden von Anwohnern gekommen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 19.01.2006
„Um das KUZE beneidet man uns schon“
"Studentisches Kulturzentrum in Elfleinstraße 10 für 1,2 Millionen Euro / Fördermittel gestatten Billigmiete
Die Vorgeschichte ist eine siebenjährige, gebaut wurde dann nur noch ein Jahr. Und wenn es laut Baubeigeordneter Elke von Kuick-Frenz auch noch ein paar kleine Nacharbeiten gibt – gestern wurde das studentische Kulturzentrum Elfleinhöfe 10 in der Potsdamer City mit großem Programm eröffnet. Die ganze nächste Woche soll durchgefeiert werden mit Kleinkunst, Konzerten, Lesungen und Seminaren. Künftig gibt es auch Beratungen durch den Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) der Universität Potsdam über Recht, Soziales BaföG und Jobs.
Das Kulturzentrum, das sehr schnell seinen Namen KUZE weg hatte, umfasst knapp 900 Quadratmeter Fläche. Es gibt mehrere Werkstätten, einen großen Seminarraum für Treffen und die Zeitungsmacher, ein AStA-Büro, ein Feministisches Archiv und einen Raum für die Alternativ-Uni, an der Studierende für Studierende da sind. Einbezogen in das studentische Projekt ist der offene Kunstverein im Hinterhaus. Der AStA wird 3,50 Euro pro Quadratmeter Miete zahlen und den Studierenden dafür laut Beschluss 2,50 Euro pro Semester abknöpfen."
Zum vollständigen Artikel aus der PNN vom 19.11.2005