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Kuze / AmnestyInternationalPotsdam

Aktuell

Veranstaltungsankündigung

Wir zeigen am 24.5.06 den Film

Coca – die Taube von Tschetschenien (Erich Bergkraut, Schweiz 2005)

im Filmmuseum Potsdam

"Coca" nannten ihre Eltern Sainap Gaschaiewa - die Taube. Geboren in der Verbannung in Kasachstan, wurde sie Geschäftsfrau und zog vier Kinder groß. Seit 1994 dokumentiert sie, was in ihrer Heimat täglich geschieht: Verschleppung, Folter, Mord. Was Präsident Putin zur "antiterroristischen Aktion" erklärt, hat Züge eines Völkermordes angenommen. Bis zu 30% der tschetschenischen Bevölkerung könnten getötet worden sein. Die Weltöffentlichkeit schweigt, sei es aus Unwissen, Hilflosigkeit oder Opportunismus. Zusammen mit anderen Frauen hat Sainap Gaschaiewa hunderte Video-Kassetten versteckt. Jetzt will sie diese nach Westeuropa schaffen. Sie hofft, dass es zu einem Tribunal kommt und die Schuldigen bestraft werden - auf welcher Seite sie auch stehen. Ein Kampf gegen Windmühlen?

Im Anschluss an den Film folgt eine Diskussion mit dem tschetschenischen Menschenrechtsverteidiger Imran Eschejew über die Lage in seinem Heimatland. Imran Eschejew arbeitete in führender Position bei der im Nordkaukasus tätigen Gesellschaft für russisch-tschetschenische Freundschaft. Weil er aufgrund seines Engagements in seiner Heimat mehrfach gefoltert und immer wieder massiv bedroht worden war, befindet er sich seit 2004 auf Einladung der Stadt Düsseldorf mit seiner Frau und seinen Kindern in Deutschland.

Allgemein

Was ist und was macht ai?

amnesty international ist eine weltweite, von Regierungen, Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Organisation, die sich dem Schutz und der Förderung der Menschen-rechte verschrieben hat. Sie wurde 1961 von dem britischen Rechtsanwalt Peter Benenson gegründet. Mittlerweile gehören ihr mehr als eine Million Mitglieder in über 140 Ländern an.

Grundlage der Arbeit von ai ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948. Durch Ermittlungsarbeit und mit Aktionen setzt sich ai für Menschen ein, deren Menschenrechte bedroht oder verletzt werden. Sie bringt schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen an die Öffentlichkeit und übt somit Druck auf die Verantwortlichen aus.

Eine Bilanz der von ai in den vergangenen Jahren durchgeführten Eilaktionen zu konkreten Fällen zeigt, dass sich in einem Drittel aller Fälle die Situation der bedrohten Menschen verbesserte. Die Aussagen derjenigen, die durch das weltweite Engagement von ai vor schweren Menschenrechtsverletzungen bewahrt werden konnten, bestätigen den Erfolg der Arbeit von ai.

ai in Potsdam

Unsere ai-Gruppe wurde 1992 gegründet. Sie besteht aus Schülern, Studierenden und Berufstätigen.

Schwerpunktmäßig arbeiten wir zu Russland. In Potsdam helfen wir bei der Besucherbetreuung im Ehemaligen KGB-Gefängnis und setzen uns für dessen Erhalt ein. Dort zeigen wir auch selber aktuelle Ausstellungen zur Menschenrechtssituation in verschiedenen Ländern oder zu bestimmten Themenbereichen, so zuletzt zu Nordkorea, Russland und Menschenrechtsverletzungen an Frauen (Öffnungszeiten: Mai bis Oktober, Sa/So, 11-17 Uhr).

Außerdem schreiben wir jeden Monat Appellbriefe, in denen wir uns für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen einsetzen. Aktuelle Briefe liegen jeweils im Ehemaligen KGB-Gefängnis sowie an von uns organisierten Informationsständen oder bei Veranstaltungen aus.

Wir engagieren uns außer zu Russland auch zu anderen Ländern und Themenbereichen. Um auf Menschenrechtsverletzungen auf-merksam zu machen bzw. über Menschen-rechte allgemein zu informieren, veranstalten wir Vorträge, Filmvorführungen, Lesungen, Informationsstände, Straßenaktionen und vieles mehr. Über die Termine unserer Veranstaltungen informieren wir in der Potsdamer Tagespresse und auf unserer Homepage.

Wenn Ihr Euch für die Arbeit von ai bzw. unserer Gruppe interessieren und/oder selber – zu welchen Themen oder * Ländern auch immer – aktiv werden wollt, schaut bei unseren Gruppentreffen vorbei oder kontaktiert uns.

Zu unseren Treffen sowie unseren Veranstaltungen seid Ihr jederzeit herzlich willkommen !

Gruppentreffen

Wo?

  • von Oktober bis April im studentischen Kulturzentrum, Hermann-Elflein-Straße 10 in 14467 Potsdam
  • von Mai bis September in der Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis, Leistikowstraße 1 in 14469 Potsdam (unsere Hauptadresse)

Wann?

  • jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr

Kontakt

0331 / 270 61 94

ai@rz.uni-potsdam.de

http://www.stud.uni-potsdam.de/~amnesty/